Worauf Studios im Portfolio eines Spieleprogrammierers achten
Ich habe auch schon auf der Interviewer-Seite gesessen. In den Portfolios, die auffallen, wiederholen sich einige Dinge.
Eine fertige Sache schlägt zehn halbe
Zeige ein abgeschlossenes Projekt statt zehn Prototypen. Fertigstellen ist eine viel schwierigere Fähigkeit als Anfangen — und genau danach sucht ein Arbeitgeber.
"Abgeschlossen" muss nicht heißen "im Store". Eine Demo mit Menüs, Einstellungen, Speichersystem und einem ordentlichen Abspann zählt auch.
Erkläre das Warum, nicht das Was
"Ich habe ein Inventarsystem geschrieben" sagt nichts. "Ich habe das Inventar ScriptableObject-basiert gebaut, weil Designer Gegenstände ohne Code hinzufügen mussten" zeigt eine Entscheidung.
Im technischen Interview wird fast immer bewertet, wie du Entscheidungen triffst — nicht, welche Bibliothek du benutzt hast.
Nenne Zahlen
Statt "ich habe optimiert" sag: "Ich habe die Frame-Zeit von 22 ms auf 14 ms gesenkt, der größte Teil kam aus dem Zusammenfassen von Draw Calls."
Ein messbares Ergebnis zeigt zweierlei: dass das Ergebnis echt ist und dass du messen kannst. Das Zweite ist wertvoller.
Mach deinen Code lesbar
Wenn du ein GitHub-Repository verlinkst, sollte man in den ersten dreißig Sekunden verstehen, was es tut. Eine README, eine kurze Architekturnotiz und ein Screenshot reichen meist.
Eine Recruiterin, die sich im Repo zwischen hunderten Dateien verliert, wird die Qualität deines Codes nie sehen.